Glaube. Klima. Hoffnung.

von Katia Aeby
Die Ge-Na Studie untersucht das Engagement von Christinnen und Christen in Bezug auf soziale Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit.

Der persönliche Glaube motiviert Christinnen und Christen in der Schweiz und Deutschland, sich für soziale Gerechtigkeit und ökologische Nachhaltigkeit zu engagieren. Zu diesem ermutigenden Befund kommt die wissenschaftliche Ge-Na Studie, die erstmals den Zusammenhang zwischen Spiritualität, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit untersucht hat. Auf der Website zur Studie befinden sich Materialien, um das Thema im Alltag, mit der Familie oder Kirchgemeinde zu vertiefen.

Im Auftrag des Dachverbands christlicher Entwicklungsorganisationen Interaction und seiner Kampagne „Stop-Armut“ hat das Forschungsinstitut empirica in der Schweiz und Deutschland über 2.500 Christinnen und Christen ab 14 Jahren zu ihrem Bewusstsein, ihren Einstellungen und ihrem Verhalten zu sozialer Ungleichheit, Klimawandel und der Frage nach der Zukunft befragt. Ziel der Ge-Na Studie war es, die Verbindung zwischen Glauben, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit zu erörtern.

HANDLUNGSSPIELRAUM FÜR NACHHALTIGES VERHALTEN

Die Ergebnisse der Studie zeigen deutlich auf, dass Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit eine zentrale Rolle im Glauben der Befragten einnehmen. In Bezug auf die Natur befürwortet ein Großteil deren Schutz gegenüber ihrer Nutzung. Die drei Bereiche, in denen sich die Teilnehmenden am nachhaltigsten verhalten, sind das Recycling, der Konsum und das Energiesparen. Der Klimawandel bereitet zwar auch Sorgen, diese sind jedoch nur mittelmäßig groß. Für zwei Drittel ist klar, dass Nachhaltigkeit im christlichen Glauben ein stärkeres zentrales Anliegen sein sollte, als es heute ist. Rund 90 Prozent der Teilnehmenden stimmen zudem zu, dass sich die Kirchen für Nachhaltigkeit einsetzen sollen, weil es zu ihrem Auftrag gehört, die Erde zu schützen. Besonders dann, wenn Personen eine Verbindung zwischen ihrem persönlichen Glauben und Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit herstellen können, verhalten sie sich auch nachhaltiger.

Die Resultate der Studie sind ermutigend und geben Hoffnung. Sie zeigen auf, dass es Handlungsspielraum gibt, damit sich Christinnen und Christen noch stärker für soziale und ökologische Anliegen engagieren.

UNTERLAGEN FÜR DIE PRAXIS

Auf der Website www.ge-na-studie.net können die Ergebnisse der Studie eingesehen werden. Es werden dort auch fortlaufend weitere Materialien, Praxisunterlagen sowie Kommentare und Artikel im Zusammenhang mit der Studie veröffentlicht.

WEITERFÜHRENDE LINKS:

Katia Aeby
Verantwortliche für Kommunikation & Marketing Interaction Schweiz

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